Zur Beendigung dieser Homepage

Am 21. Dezember 2020 haben wir Dieter Popp zu Grabe getragen. Die Beisetzung fand - Corona-bedingt - in kleinstem Kreise statt. Am 18. November hatte er sich mit starken Schmerzen im Rückenbereich ins Krankenhaus bringen lassen. Am frühen Abend des 27. November verstarb er dort, vermutlich an Nierenversagen. Ein ereignisreiches Kundschafterleben ist zu Ende gegangen.

Nach seiner Haftentlassung hatte Dieter sich offen zu seiner Tätigkeit bekannt, weiter für seine politischen Ideale engagiert, viele Vorträge gehalten und Interviews gegeben. Auch diese Homepage war bis zuletzt ein Medium, mit dem er sich zu unseren Themen: "Krieg und Frieden sowie die Tätigkeit der Geheimdienste" zu Wort gemeldet hat.

Der Kreis der ehemaligen, in der Bundesrepublik tätigen Kundschafter der DDR wird - biologisch bedingt - kleiner. Wir haben uns entschlossen, unser eigenes Auftreten als Kundschafter des Friedens zu beenden. Die meisten von uns sind schon lange Mitglied in der "Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung e.V." (GRH). In der dortigen "AG Aufklärer" sind hauptsächlich ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter der Hauptverwaltung A des MfS und des Bereiches Aufklärung der NVA vertreten. Wir arbeiten seit der Gründung dieser Arbeitsgruppe eng zusammen und werden unsere weitere Arbeit auf eine Zusammenarbeit mit der GRH e.V. konzentrieren.

Unsere eigenen Redaktionsbeiträge werden hier noch bis zum 31.03.2021 abrufbar bleiben.

Unsere zukünftige Arbeit soll sich nicht in nostalgischen Erinnerungen an vergangene Erfolge verlieren. Nach dem Ende des Kalten Krieges ist nicht der erhoffte Frieden eingekehrt; zur Zeit droht sogar wieder erneutes Wettrüsten und militärische Konfrontation bis an die Grenze eines "heißen" Krieges. Neben der damaligen und wieder aktuellen Gefahr eines großen Krieges sind neue Gefahren für die Menschheit hinzu gekommen. Die Jugend beschäftigt sich mit dem menschengemachten Klimawandel und der Ressourcenverschwendung; die Älteren sorgen sich wegen einer unkontrollierten globalen Massenmigration. Und nicht zuletzt verschärfen sich die alten sozialen Probleme im eigenen Lande wieder.

Wir wissen, dass in der untergegangenen DDR - trotz vieler Defizite - diese Probleme zumindest im Ansatz bereits besser gelöst waren. Wir werden deshalb der fortwährenden Verleumdung des DDR-Sozialismus widersprechen. Und wir werden versuchen, unsere Lebenserfahrung an die nächste Generation weiter zu geben.

In diesem Sinne verabschieden wir uns von den Besuchern unserer Homepage und danken nochmals allen, die uns mit Zuschriften und Spenden unterstützt haben.

Die Redaktion
22.12.2020


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