Ergänzung zu "Das Erbe des Dritten Reichs":
Die FDP in den fünfziger Jahren

Die FDP des Ritterkreuzträgers Erich Mende war nach 1945 ein ausgewiesenes Sammelbecken von alten Nazis und SS-Offizieren. Eine zentrale Rolle spielte dabei der Rechtsanwalt Dr. jur. Ernst Achenbach. Von seiner Essener Anwaltskanzlei aus koordinierte er gemeinsam mit dem ehemaligen SS-Ideologen Werner Best eine Kampagne, die eine Generalamnestie für Kriegsverbrecher durchsetzen sollte.

Dem Historiker Ulrich Herbert zufolge ging es ihnen zunächst um eine "Rehabilitierung des Nationalsozialismus im allgemeinen" sowie "der eigenen Person im besonderen". 1957 zog Achenbach sogar für die FDP in den Bundestag ein. Erst als Beate und Serge Klarsfeld im Jahr 1974 nachwiesen, dass Achenbach als Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Paris an der Deportation von Juden beteiligt gewesen war, erhielt Achenbachs Karriere erstmals einen Schlag.

Ähnliche Tendenzen gab es in der Deutschen Partei (DP) und dem Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE).

Die ausführliche Dokumentation ist zu finden unter:
www.klick-nach-rechts.de/ticker/2003/07/fdpnach45.htm


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