Out of Area - Großdeutschlands Blut für Öl?

18 tote deutsche Soldaten in Afghanistan

"Out of Area"[*] ist das Zauberwort des Verteidigungsministeriums, um möglichst bei allen Konflikten in der Welt mit deutschen Soldaten dabei zu sein. In der alten BRD vorsichtig agierend, um dann nach der Wende 1990 , außer im Irak, immer bereit zu sein, wenn NATO oder UNO "um Hilfe oder Beistand" rufen.

"Deutschland muß auch am Hindukusch verteidigt werden!" so der ehemalige Verteidigungsminister Struck.

Am Beispiel Afghanistan kann festgemacht werden: Deutsche Truppen sind nicht nur dort stationiert, sondern haben auch inzwischen 18 tote Soldaten zu beklagen. Erst vor einigen Tagen, wie das ARD-Magazin "Brisant" meldete, kam wieder ein Sohn nicht mehr lebend zurück. Eigentlich sollte ihn die Maschine aus Kabul zum Flughafen Köln/Bonn zum Jahreswechsel nach Hause bringen. Das tat sie auch; allerdings im Sarg, bedeckt mit der schwarz-rot-goldenen Fahne. Trösten sollen die militärischen Ehren. Doch ein Kamerad fehlt nun in Ihrer Mitte.

Im Vergleich zu 3000 toten GI´s im Irak sind 18 tote Bundeswehrsoldaten nicht eine Printzeile wert? Hoffen wir, daß die 2.800 deutschen SoldatInnen und 100 KSK-"Spezialisten" wieder gesund nach Hause kommen und der Bundestag sich wieder darauf besinnt, daß die Bundeswehr nach der Verfassung eine Verteidigungsarmee ist und Berlin nicht am Hindukusch liegt.

Dieter Popp
04.01.07


zurück