Amerika hat gewählt

Bush´s Republikaner verlieren, Ortega gewinnt Präsidentenwahl

Warum beide Wahlen Gemeinsamkeiten haben?

Die Bush-Administration hat versucht, sich massiv in die Präsidentenwahl Nicaraguas einzumischen. Sie unterstützten massiv den konservativen Eduardo Montealegre. Trotzdem schaffte es der Sandinist Daniel Ortega, der schon einmal vor 16 Jahren Nicaragua regierte, Präsident zu werden.

Die USA hatten in den achtziger Jahren die Contra-Rebellen und damit diese im Kampf gegen die Sandisten unterstützt. Washington befürchtet, daß Ortega nach seinem Wahlsieg eine enge Partnerschaft mit dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez eingehen könnte.

Große Freude auch bei Fidel Castro, einer der ersten Gratulanten: "Der grandiose sandinistische Sieg erfüllt unser Volk mit Freude und er ist einmal mehr eine Schmach für die terroristische Regierung der Vereinigten Staaten", ließ er durch das kubanischen Fernsehen vermitteln.Salute Daniel!

Bush verliert die Mehrheit im Repräsentantenhaus

Bush´s Schwäche ist das Desaster im Irak. Seine erste Reaktion: Rumsfeld muß den Hut nehmen und er zaubert einen neuen Verteidigungsminister aus seinem Hut, den ehemaligen CIA-Chef Robert Gates. Ein Triumph für die Demokraten, denen man nicht mehr zutraute, daß sie noch gewinnen können.

Im Senat ist das Rennen noch offen. Das große Zählen und Zittern hat schon begonnen. Viel ändern wird sich bei der Bush-Politik nicht; solange US-Soldaten sich im Bodenkrieg befinden, wird es weiter auch von den Demokraten Geld für den Weltpolizisten geben.

Der Irakkrieg und die Korruption - die Ursache der großen Stimmenverluste der Republikaner.

Dieter Popp
08.11.06


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