Geheimgefängnisse der CIA

Die neue Ehrlichkeit des George W. Bush

Nun ist es raus. Kurz vor dem Jahrestag des 11. September, diese "Enthüllung" des amtierenden amerikanischen Präsidenten Bush: Das öffentliche Eingeständnis, der Existenz ausländischer Geheimgefängnisse, betrieben durch die USA / CIA.

Warum gerade jetzt?

In einer Zeit, in der die "Koalition der Willigen" bröckelt um die angestrebten Ziele der USA im Nahen Osten zu verwirklichen, Pläne eines Angriffs auf den Iran öffentlich diskutiert werden, ist jeder Schachzug von Bedeutung der auf die vermeintlichen Gefahren im Kampf gegen den Terror verweist und die Kampfmethoden legalisiert und politisch sanktioniert, auch wenn dabei sämtliche internationalen Verträge mit Füßen getreten werden.

Wer sich jetzt als bestätigter "Verschwörungstheoretiker" fühlt oder in seinem unerschütterlichen Glauben an den Wahrheitsgehalt der Worte von Bush ins zweifeln gerät, sollte den Grund dieser plötzlichen "Enthüllung" schon hinterfragen.

Was hat die US-Administration denn international nach diesen Eingeständnissen zu befürchten? Nichts. Hat man sich doch selber außerhalb aller internationaler Gerichtsbarkeit, durch Ignoranz aller international bindenden Verträge - auch der UNO - gestellt.

Heikel ist es natürlich für die zahlreichen Mitläufer, Mitwisser und Kadavergehorsam zollenden Politiker weltweit, die diese vorhergehenden Lügen seitens Bush deckelten und nun bloßgestellt sind. Der Sachverhalt: Existenz geheimer CIA-Gefängnisse im Ausland und der Lufttransport Verdächtiger, Geheim-Folter eingeschlossen, war allen Politikern weltweit bekannt. Die internationale Staatengemeinschaft wird auch angesichts des offenen

Eingeständnisses seitens der Bush-Regierung nicht in der Lage sein, irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen. Man wird es anstandshalber bei Lippenbekenntnissen belassen und Unwissenheit über den Sachverhalt demonstrieren. Könnte man doch auch unbequeme Fragen im eigenen Land gestellt bekommen. (Was ist eigentlich aus den BND-Informanten in Bagdad geworden? Wie ist der Erkenntnisstand zu el-Masri?)

Pünktlich aber, zum Jahrestag 11.09.06, werden sie aus der Versenkung geholt, für die Öffentlichkeit medienwirksam förmlich aus dem Hut gezaubert, die "Drahtzieher" des Attentats auf die Twintowers. Hervorgezaubert aus den Foltergefängnissen der USA weltweit, durch Bush. Gleichzeitig taucht bei Al-Jazeerah ein Video mit der Ausbildung der vermeintlichen Attentäter auf. Welch ein Zufall. Wie geht es weiter?

Werden uns jetzt, die vielleicht seit Jahren in den Folterkellern Inhaftierten, mit erpreßten Aussagen davon überzeugen, daß es eine Verbindung der damaligen Anschläge am 11.09. zum Iran gibt? Wird es gelingen, die Weltmeinung so zu manipulieren damit das Ziel der USA erreicht wird, den nächsten Waffengang gegen den Iran, mit Unterstützung der sich durch den Libanonkrieg bereits vor Ort befindlichen "Friedenstruppen", vom Zaun zu brechen?

Man darf gespannt sein - bedeutet dieses gespannt sein aber nicht auch, daß wir passiv etwas mit uns und der Welt geschehen lassen, was irreparabel für die Existenz der Menschheit sein kann? Ein umgesetztes Hollywood-Drehbuch, daß wir entspannt im Sessel verfolgen...

Man wird uns in einer Zeit, in der die offizielle Version des Attentats 11.9.und seiner Hintergründe in Zweifel gezogen werden, die Schuldigen medienwirksam präsentieren.

Der Terror wird personifiziert und der Kampf dagegen heroisiert. Man wird die über 3000 Opfer des Attentates dafür als Alibi mißbrauchen, daß diese Tatsache in den Hintergrund rückt: Die USA hat in den vergangenen Jahren zwei Angriffskriege begonnen, die vermutlich eine Viertelmillion Todesopfer gekostet haben. Welche Folgen der begonnene Stellvertreterkrieg im Libanon noch haben wird ist nicht vorauszusehen.

Aber, der Kampf ums ÖL geht weiter, weltweit!

Sturm (Deckname)
IKF- Mitglied, 1992 durch Verrat verhaftet
09.09.06


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