Bush´s Plamegate

oder Der Bumerang des "Scooter" Lewis Libby

Gott der Allmächtige hat George W. Bush nicht mehr lieb. Die Umfragen sehen ihn im Tief. Nur noch 42% finden in dem Cowboy aus Texas den Mann ihres Vertrauens und ihrer Zukunft.

Über 2000 US-Soldaten ließen im Irak ihr Leben für einen Krieg, dessen Grund mit Lüge und Täuschung herbei geredet wurde. Und nun zum letzten Skandal:

Dem Stabschef des Vizepräsidenten Dick Cheney Lewis Libby werden Behinderung der Justiz, Meineid und Falschaussage vorgeworfen. Außerdem soll er die CIA-Agentin Valerie Plame enttarnt haben, was in den USA den Straftatbestand eines Verbrechens beinhaltet und mit bis zu 30 Jahren Haft bedroht ist. Treffen wollte er mit der Enttarnung den ehemaligen Botschafter Joseph Wilson und Ehemann der Agentin, der zunächst im Auftrag der CIA in Niger den Verdacht bekräftigen sollte, daß Saddam Hussein dort Uran gekauft haben sollte, was Bush als Tatsache darstellte. Wilson kritisierte die Bush-Administration mit der Klarstellung, daß dieser Vorwurf nicht den Tatsachen entsprach. Und störte damit die Kriegsvorbereitungen. In der Enttarnung Plame´s wird ein Racheakt vermutet, der wie ein Bumerang Bush in Bedrängnis bringt.

Schlagzeilen machte die Enttarnung Plame´s vor einigen Wochen durch die drei Monate Beugehaft der Journalistin Judith Miller von der "New York Times", die ihren Informanten zur Enttarnung wegen Quellenschutz nicht preisgeben wollte.

Dieter Popp
01.11.05


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