Saddam vor Gericht

G.W. Bush´s Hollywood im Irak

Saddam habe "eine harte Strafe verdient, die härteste Strafe", hatte US-Präsident George W. Bush vorverurteilt. Auch wir kennen Schauprozesse, wo Beschuldigte wie Raubtiere im Zirkus vorgeführt wurden. Außer Frage, jeder oder jede sollte für Straftaten bestraft werden, die vor einem ordentlichen Gericht nach völkerrechtsmäßigen Regularien verhandelt werden.

Es ist allzu durchsichtig, daß der von Bush´s Administration auf den Weg gebrachte Schauprozeß zur Beruhigung der US-Bürger - der Krieg gegen das Mörder-Regime im Irak war doch richtig - und für die über 2000 Mütter, die ihre Söhne im fernen Irak verloren haben, dient. Die Verbesserung der schlechten Umfragewerte für Bush spielen eine weitere Rolle.

Außerdem ist zu befürchten, daß durch die TV-Inszenierung, die Bilder 30 Minuten zeitversetzt zu senden, wie gewohnt manipuliert und das Material meinungskonform zurecht geschnitten wird.

Eine Steilvorlage für Kritik an der Zusammensetzung des Gerichtes: Der Vorsitzende Richter ist Kurde aus dem Nordirak und wurde in Großbritannien in angelsächsischem Recht ausgebildet. Gibt es keine im Irak nach irakischem Recht ausgebildeten Juristen?

Dieter Popp
19.10.05


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