Auch der BND in den BRD-Medien

Die am 21. und 22.07.04 laufende Kampagne in der ARD erweckt den Anschein, daß nur die "böse Stasi" in den Medien präsent war. Die Meinungsbildung wurde auch durch den BND maßgeblich beeinflußt, wie Erich Schmidt-Eenbohm in seinem soeben erschienenen Buch "Undercover" dokumentiert.

Hundert aktive BND-Journalisten wären schon eine große Anzahl, die erschrecken läßt, aber es waren weit mehr als Einhundert. Gerhard Löwenthal vom "ZDF-Magazin" hielt es "für seine staatsbürgerliche Pflicht", na ja, das habe ich schon immer gewußt...

War es da nicht legitim von der HVA, eigene Agenten zu plazieren, schon um zu sehen, was da so manipuliert wird?

Es wird höchste Zeit Frau Birthler, wenn schon Ihre Behörde nicht verhindert werden konnte, diese zu einer gesamtdeutschen Behörde zu machen und die Archive von BfV und BND zu öffnen.

Erich Schmidt-Eenbohm hat darüber ein Buch veröffentlicht. Der Journalist Eckart Spoo (Frankfurter Rundschau) hat es für die Zeitschrift Ossietzky rezensiert, die in Hannover erscheint. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages kann diese Buchbesprechung verbreitet werden; anschließend der Text eines Beitrags im ARD-Fernsehmagazin "kulturreport" über dieses Buch.

Dieter Popp
21.07.04
Erschien u.a. als Leserbrief im ND vom 24.07.2004


Lesen Sie dazu:

Ossietzky, 1998
"Undercover"- Der BND und die (west)deutschen Journalisten"
Die geheime Zusammenarbeit zwischen Journalisten und dem Bundesnachrichtendienst (BND) war und ist immer ein heißes Thema


zurück